Zu Ostern haben unsere jungen Ringer lieber Gold Medaillen gesammelt

Zu Beginn des Jahres hat die Vereinsführung vom Weddinger Ringerverein Berlin 09 e.V. sich das Ziel gesetzt, an allen Ringer-Turnieren in Berlin und Umfeld teilzunehmen. Deshalb ist auch unser Vereinstraining auf die Vorbereitung und Teilnahme an Wettkämpfen abgestimmt. Wir möchten unseren jungen Sportlern die Möglichkeit geben, ihr Können unter Beweis zu stellen. Hierbei geht es nicht nur darum Medaillen oder Pokale zu sammeln, sondern vielmehr sollen unsere jungen Mitglieder Spaß daran haben an einer Sportveranstaltung teilzunehmen. Das Ringen vor jubelnden Zuschauern motiviert die Kinder und Jugendliche und sorgt für mehr Selbstbewusstsein. Die Sportler gehen dabei an ihre persönlichen Grenzen und lernen diese besser kennen, dadurch erweitern sie ihre sportliche und mentale Kompetenzen. Zudem lernen sie wie man mit Sieg und Niederlage umgeht. Es ist wichtig ein Ziel vor Augen zu haben, dass man langfristig nachgeht, ohne dabei sich von Misserfolgen einschüchtern zu lassen. Denn letztlich ist das Weitermachen viel mehr wert als kurzfristige Erfolge ohne Fortsetzungen. Als Verein möchten wir unseren Mitgliedern diese Mentalität vermitteln, damit sie es auch in ihrem Alltag umsetzen.

Am 28. traditionellen Osterturnier beim SV Preussen haben unsere jungen Löwen uns erneut gezeigt, wie sehr sie Spaß am Ringen haben. Wir haben mit acht jungen Ringern am Osterturnier teilgenommen und haben am Ende fünf Medaillen gesammelt. Während Adam, Abdullah und Muhammed die Goldmedaille erhielten, bekamen Magomed und Chan die Bronzemedaille. Darüber hinaus wurde Muhammed auf Grund seiner sportlichen Leistung zum besten Ringer des Turniers gewählt.

Starker Nachwuchs überrascht im Aufmarsch

Für den jungen Anzor (D-Jugend, 25 kg) war es das erste Turnier, aber wer ihm beim Ringen zugesehen hat, wurde Zeuge von einem Wrestler, der sich so flink wie ein Wiesel bewegt hat. Seinen ersten Kampf gewann er durch technische Überlegenheit, später kam sogar noch ein sehr gut gelungener Schultersieg dazu. Am Ende hat er von 12 Sportlern den sechsten Platz erreicht. Wenn er weiter so ringt und regelmäßig am Training und an Turnieren teilnimmt, wird er ganz bestimmt ein sehr guter Ringer werden. Denn das nötige Talent und der passende Wille ist bei ihm sehr stark ausgeprägt.

Genau wie Anzor bestritt auch Emirhan (D-Jugend, 46 kg) sein erstes Turnier, nur war dieser etwas mehr aufgeregt und konnte daher nicht seine technischen und körperlichen Stärken einbringen. Letztlich erreichte er den fünften Platz und betritt dabei sehr faire Kämpfe, die er knapp vergab. Sobald er etwas mehr an Turnier-Praxis zugewinnt, wird es bestimmt sehr schwer werden ihm zu bezwingen, doch vorher muss er fleißig trainieren.

Wilde Kerle erobern in Berlin die Ringermatten

Adam (E-Jugend, 34 kg) hat da weiter gemacht, wo er beim Raab Karcher Cup 2015 aufgehört hat. Er verfügt ein großes Repertoire an Ringer-Techniken, vor allem seine Angriffstechniken im Bodenringen sind ihm sehr gut gelungen, wie z.B. der seitliche Wurf durch eine Kopfklammer. Es macht einfach großen Spaß Adam beim Ringen zuzusehen.

Der junge Löwe Magomed (E-Jugend, 19 kg) hat ebenfalls sein erstes offizielle Turnier bestritten, mit zwei Siegen und einen Kampf den er knapp vergab, hat er ein tolle Leistung gezeigt. Vor allem sein Versuch gezielt Techniken anzuwenden war sehr sehenswert. Wenn er zudem noch lernt seine Emotionen besser zu beherrschen, wird er später ganz bestimmt ein bekannter Ringer in Deutschland werden.

Fairness und Spaß bescheren Medaillen

Unser Meister vom letzten Raab Karcher Turnier Abdullah (D-Jugend, 50 kg), war wie ein Löwe der es kaum abwarten konnte sich von seiner stärksten Seite zu zeigen. Er wollte unbedingt die Ringer Griffe anwenden, die er unzählige mal beim Vereinstraining geübt hatte. Als es so weit war viel es ihm nicht schwer Beinangriffe einzuleiten mit denen er seine Gegner gezielt aus dem Gleichgewicht brachte. Er ist unheimlich stark und benimmt sich überaus fair gegenüber seinen Gegnern, am Ende bekam er für seine Leistung die Goldmedaille. Als Verein wollen wir ihm unbedingt weiter fördern, damit er mit seiner sportlichen und persönlichen Leistung den Ringersport bereichert.

Wie all unsere anderen Ringer hat auch Chan (D-Jugend, 23 kg) sich sehr sportlich verhalten. Er ist zwar noch unerfahren, aber hat so viel Freude am Ringen, dass es ihm einfach nur Spaß macht mitzumachen. Angesichts seiner fehlenden Turnier-Praxis ist es ihm nicht gelungen den ersten Platz zu erkämpfen. Obwohl er phasenweise das Kampfgeschehen bestimmte und seine erfahrenen Gegner in die Enge drängte. Die Bronzemedaille war eine gute Motivation für ihn, um weiterhin mit viel Spaß und Fleiß zu trainieren. Denn im Ansatz bringt auch er die nötigen Voraussetzungen, um später ein technisch sehr gut ausgebildeter Ringer zu werden.

Ringkämpfe wie in den olympischen Spielen

Für spannende Kämpfe auf der Ringermatte sorgte Ahmed (D-Jugend, 25 kg), der gleich zu Beginn seine starken Gegner vom 1. Luckenwalder Sportclub und TuS Hellersdorf bezwang. Allerdings gelang es ihn nicht diese konstante Leistung fortzusetzen, weil er nicht die nötige Fitness besaß. Daher vergab er zwei wichtige Kämpfe, die er eigentlich für sich entscheiden könnte. Insgesamt bestritt er fünf Kämpfe und erreichte von 12 Teilnehmern den fünften Platz. Seine sauber ausgeführten Beinschleuder hätten sogar bei Olympia Sportlern Begeisterung gefunden.

Unter den taktischen Anweisungen von unserem Trainer Bülent Dagdemir blühte der junge Muhammed (E-Jugend, 23 kg) zum besten Ringer des Turniers auf. Er hat nahe zu alles umgesetzt was ihm sein Trainer an der Ecke mitgeteilt hat. Es gelang ihm alle fünf Begegnungen durch  Schultersiege zu gewinnen. Durch eine Vielzahl von Ringer-Griffen und -Techniken, die er erfolgreich angewandt hat, bekam er vom Publikum sehr viel Lob und Applaus. Für seine überragende Leistung bekam er sowohl die Goldmedaille. als auch die Auszeichnung für den besten Turniersportler. Er ist ein überaus talentierte Ringer, dessen Potenzial unbedingt gefördert werden muss.

Die Teilnahme an dem Osterturnier 2015 war für unsere jungen Sportler eine wertvolle Erfahrung, sie haben dadurch die Möglichkeit erhalten ihre eigene Kompetenzen und Grenzen selbst zu reflektieren.