Ringen

Olympia Sportart Ringen

Ringen ist ein Sport, der im Zweikampf nur durch den Einsatz des eigenen Körpers und ohne technische Hilfsmittel durchgeführt wird. Ziel ist es, seinen Gegner durch einen Schultersieg oder dem technischen Punktesieg zu übertrumpfen. Das Training fördert nicht nur die Ausdauer, Kraft und Technik, sondern auch eigenes Selbstvertrauen und die Körperbalance. Auch die sozialen Komponenten, fair und dennoch bestimmt für den eigenen Sieg zu kämpfen, haben insbesondere für die Reduzierung des Aggressionspotentials Jugendlicher therapeutische Wirkung. Aber auch viele andere Personengruppen können ihre sozialen Kompetenzen beim Ringen erweitern, da bei diesem Kampfsport die Fähigkeit, seinen Gegner schnell einschätzen zu können, essentiell ist.

Die Geschichte vom Ringen

Bereits seit 3000 v.Chr. ist Ringen in China und 2000 v.Chr. in Ägypten nachweisbar. Seit 708 v.Chr. ist der Ringkampf Teil der Olympischen Spiele der Antike. Noch heute ist es eine Olympische Disziplin. Es werden zwei mögliche Kampfstile differenziert, der griechisch-römische und der Freistil. Seit 2004 ist der Freistil auch für Frauen olympisch. Er unterscheidet sich vom Freistil der Männer nur in einem einzigen Punkt, der Doppelnelson ist untersagt.

Der Kampfplatz

Gerungen wird auf einer weichen Matte auf dem Boden. Diese weist einen Durchmesser von 9m mit einer zusätzlichen 1,5m breiten Sicherheitsumrandung auf. Die zentrale Kampffläche umfasst 7m mit einem 1m breiten, rot gekennzeichneten Ring. Berührt ein Kämpfer den roten Ring vollständig mit dem Fuß, Schulter oder Unterarm wird der Kampf unterbrochen und in der Ausgangsstellung weitergeführt.

In offiziellen Wettkämpfen werden Trikots in blau bzw. rot getragen. Neben knöchelbedenkenden Schuhen, gegebenenfalls Ohrenschützern und leichten Knieschützern sind keine Hilfsmittel erlaubt. Insbesondere alle metallischen Gegenstände sind wegen des Verletzungsrisikos verboten.

Das Reglement

Die FILA hat 2005 die Kampfdauer neu geregelt. In Mannschaftskämpfen wird nun über 5 Runden à 2 Minuten gerungen. In Einzelkämpfen sind es nur 3 Runden à 2 Minuten. Die Kämpfer werden sowohl in Gewichtsklassen als auch in Altersklassen unterteilt.

Beim griechisch- römischen Stil werden nur Griffe oberhalb der Gürtellinie ausgeführt. Die Kampfzeit von 2 Minuten untergliedert sich in einen Standkampf von 1,5 Minuten und einen Bodenkampf. Der Sieger des Standkampfes erhält die bessere Ausgangsposition im Bodenkampf.

Ausschließlich beim Freistil sind Griffe an den Beinen und der direkte Einsatz dieser erlaubt. Er wird nicht weiter in Stand- und Bodenkampf unterteilt. Bei beiden Kampfstilen sind Körperöle zur Verringerung der Grifffestigkeit strikt verboten.

In beiden Stilen endet der Kampf, wenn beide Schultern des Gegners für mehr als 1 Sekunde auf dem Boden liegen. Kommt dieses „k.o.“ nicht zustande, wird der Sieg aufgrund der technischen Überlegenheit bestimmt. Ein sofortiger Gewinner wird auch vor Ablauf der Kampfzeit bei einem Punkteunterschied von 8 (griechisch- römischen Stil) bzw. 10 Punkten (Freistil) erklärt. Des Weiteren wird jedem Ringer pro Kampf die Möglichkeit einer „Challenge“ gewährt, um so den Kampf dennoch für sich zu entscheiden. Ausschließlich aufgrund von Verwarnungen oder des Schultersieges darf keine Challenge angemeldet werden.

Bei Regelwidrigkeiten werden Verwarnungen und 1-2 Strafpunkte ausgesprochen. Nach der dritten Verwarnung erfolgt die Disqualifizierung.

Ringen im Weddinger Ringerverein Berlin 09 e.V.

Das Training in unserem Sportverein oder in anderen Ringervereinen hat entscheidende Vorteile. Nicht nur, dass die notwendigen Matten bereitgestellt werden, allem voran werden in einem Verein wertvolle Tipps zum effektiven Training gegeben. Auch kann durch die langjährigen Erfahrungen der Betreuer Verletzungen vorgebeugt werden. Das Treffen mit Gleichgesinnten erhöht die Freude an diesem anstrengenden und anspruchsvollen Sport, der jede Muskelgruppe trainiert. Dadurch ist es insbesondere für Jugendliche mit einem erhöhten Bewegungsdrang eine gute Möglichkeit, zu mehr Ausgeglichenheit zu kommen. Das Gefühl für den eigenen Körper zu erweitern, gepaart mit der hohen körperlichen Anstrengung und der Akzeptanz innerhalb der Gruppe, wirkt sich förderlich aus. Durch Wettkämpfe kann jeder Selbstbestätigung erlangen und so sein Selbstbewusstsein nachhaltig stärken. Insbesondere in Cliquen mit einem hohen Druck auf sogenannte Mitläufer, kann so die Wahrscheinlichkeit erhöht werden, NEIN zu sagen.

Für Anhänger anderer Kampfsportarten wie Judo, Grappling oder Jiu Jitsu usw. ist Ringen eine wertvolle Ergänzung. Neben der notwendigen Kraft wird vor allem die Körperbalance mit dem erhöhten Gewicht des Gegners trainiert. Technische Raffinessen können in den anderen Sportarten vollkommen oder im Ansatz übernommen werden.

Auch für Frauen ist Ringen nun endlich eine Olympische Disziplin. Dadurch hat sich die Akzeptanz von ringenden Frauen in der Gesellschaft deutlich erhöht. Neben der sportlichen Höchstleistung kann es für Frauen auch als Selbstverteidigung verwendet werden.

Bei einem Probetraining ist das Kennenlernen der Gruppe sowie des Trainers und natürlich der Sportart an sich von jedem am besten verwirklichbar. Probleme, Fragen, Wünsche und die individuellen Ziele werden in persönlichen Gesprächen besprochen. Dementsprechend kann ein effektiver Trainingsplan aufgebaut werden, der neben dem spezifischen Training des Ringens ebenfalls weiteres Kraft- und Ausdauertraining umfasst. Mit dem Training kann in jedem Alter und jeder Gewichtsklasse begonnen werden.

Das olympische Ringen ist eine besondere Sportart, vor allem für Kinder

Im folgenden sind 10 Gründe genannt, weshalb Ihr Kind auf die Matte gehen sollte …

1. Körperbeherrschung
Die unterschiedlichen Kraft- und Gleichgewichtsübungen sowie das technisch basierende Training sind ausschlaggebend dafür, dass die Kinder ihren Körper kennenlernen, um ihn anschließend besser zu beherrschen.

2. Fairness
Auch beim Ringen ist die sportliche Fairness sowohl im Training, als auch in Wettkämpfen ein unabdingbarer Bestandteil. Festgelegte Regeln mit klaren Grenzen tragen dazu bei, dass sich das Verständnis zu einem fairen Miteinander erweitert.

3. Werte
Durch unserem Vereinssport bekommen die Kinder Werte wie Teamgeist, Ehrgeiz, Toleranz und Rücksichtnahme vermittelt. Das verschafft ihnen einen Vorteil sich in sozialen Gruppen leichter einzubringen.

4. Gesundheit und Fitness
Da beim Ringkampf alle Muskelgruppen trainiert werden, erreicht man eine stabile Muskulatur und effektive Verbrennungsprozesse. Ein regelmäßiges Training mit dem richtigen Maß an Bewegung und Entspannung hält den Körper und Geist fit.

5. Grenzen erkennen
Durch Spiele und Trainingskämpfe erkennen junge Sportler oft Grenzen ihrer eigenen Physis und Gefühlen. Gleichzeitig gelingt es ihnen die Grenzen anderer besserer zu erkennen, um diese zu respektieren, bzw. nicht zu überschreiten.

6. Sozialisierung und Teamgeist
Ringen ist kein Einzelsport, unabhängig von Alter, Geschlecht, Nationalität, etc., lernt man beim Ringen miteinander rücksichtsvoll umzugehen, Andere zu respektieren sowie Niemanden abzuwerten. Das Gruppentraining oder das gemeinsame erleben von Niederlagen und Erfolgen macht aus der bunt gemischten Vereinsgruppe ein gut funktionierendes Team was zueinander hält.

7. Disziplin
Das Training im Verein ist ausgerichtet auf Selbstdisziplin, nur dann steigt das persönliche Durchhaltevermögen, um nicht bei jedem Widerstand gleich aufzugeben. Schon durch den verantwortungsvollen Kampf auf der Waage erlernen die Kinder die Beherrschung über sich selbst. Es werden im Training Ziele formuliert denen man konsequent nachgeht.

8. Selbstvertrauen
Mit der Zeit lernt man beim Training seinen Körper und Geist besser kennen, um es gezielter zu trainieren. Sportliche Erfolge, die zu mehr Selbstvertrauen führen sind das Resultat daraus. Als Erfolge gelten nicht nur Wettkampfsiege oder Medaillen, sondern auch die konsequente Beteiligung am Gruppentraining reicht aus, um Erfolgsgefühle wahrzunehmen. Aus jungen Ringern werden Persönlichkeiten geschmiedet.

9. Regeln und Normen einhalten
Sobald ein Sportler mit den Schultern auf der Matte liegt, ist der Ringkampf beendet. Regeln und Normen stellen klare Grenzen dar, um die Kinder unter anderem von unnötigen Verletzungen zu schützen. Die Regeln werden nicht nur bei Wettkämpfen eingehalten, sondern auch im Mannschaftstraining folgen die Kinder den Anweisungen ihrer Trainer. Für ein rücksichtsvolles Miteinander sind Regeln, Normen sowie Grenzen unverzichtbar.

10. Spaß
Kinder haben von Geburt an einen hohen Bewegungsdrang, den sie sehr gerne nachgehen. Für sie ist diese Bewegung sehr wichtig, weil sie dadurch ihre innere Gefühlswelt zum Ausdruck bringen. Im Training haben sie die Gelegenheit ihren Bewegungsdrang auf spielerischer Art nachzugehen. Sport macht Freude. Ring frei für mehr Spaß!